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 Tag für Tag


Schwarzer, harter Stahl umringen die Fassaden, so weiß wie Schnee und still ruhend unter grüner Jade. Einsam und leer gähnen die Fenster jenes Fundamentes.
Da steht sie, ganz allein, die pechschwarzen Haare fallen auf das weiße Kleid. Da steht sie und schaut zum Fenster hinaus- seit Jahren.
Sie ist krank- heißt es, sie muss im Haus bleiben, weil sie krank ist. Es ist besser so, sie würde nur in Gefahr geraten.
So steht sie da, ganz allein, ganz still, hinter dem hohlen Fenster und schaut hinaus.
Die Jahre ziehen an ihr vorbei- die Sonne bricht das Glas, der Regen klopft traurige Melodien, der Winter malt seine Blumen an die Scheibe - doch nichts.

Sie steht da -Tag für Tag- und schaut hinaus und jeden Tag schreibt sie auf ein Stück Papier:

"Ich liebe mein Leben
Ich liebe es, dass ich hier bin. Ich liebe die Stunde meiner Geburt und jede Stunde, die ich hier verbringe.
Ich liebe jede Stunde, die mich zurückhält und mir mein wahres Leben zeigt.
Aber vor allem anderen liebe ich mich!"


Einst kam ein Junge an den Fassaden vorbei. Gebannt umgriff er das schwarze Eisentor und spähte die hohen Mauern hinauf. Fast war es ihm, als gefriere sein Blut, als er die bleiche Gestalt des Mädchens am Fenster sah.
Er wich zurück, kehrte dem Haus den Rücken zu und ging.
Das Mädchen sah hinaus und schrieb auf ein weiteres Blatt Papier:

"Ich liebe mein Leben
Ich liebe es, dass ich hier bin. Ich liebe die Stunde meiner Geburt und jede Stunde, die ich hier verbringe.
Ich liebe jede Stunde, die mich zurückhält und mir mein wahres Leben zeigt.
Aber vor allem anderen liebe ich mich!"


Am nächsten Tag kehrte der Junge, voller Neugier gepackt, wieder zum Haus zurück. Noch immer stand sie in dem dunkeln Fenster und sah hinaus.
Er erkannte sie und sie ihn.
Der Knabe verlies das Grundstück abermals und das Mädchen schrieb:

"Ich liebe mein Leben
Ich liebe es, dass ich hier bin. Ich liebe die Stunde meiner Geburt und jede Stunde, die ich hier verbringe.
Ich liebe jede Stunde, die mich zurückhält und mir mein wahres Leben zeigt.
Aber vor allem anderen liebe ich mich!"


Viele Tage gingen ins Land ohne Veränderung. Jeden Tag kam der Junge, spähte zum Fenster um zu sehen ob das junge Mädchen noch dort stand. Tag für Tag stand er da und ging wieder und Tag für Tag stand sie da und schrieb ihren Spruch auf ein weiteres Blatt Papier.

Aus den Tagen wurden Wochen, aus Wochen Monate und aus Monaten Jahre.
Der Junge war nun zu einem Mann herangewachsen, dennoch ging er zu dem Haus um das Mädchen zu ersehen.
Und sie stand da, Tag für Tag und schrieb, immer wenn er ging, ihren Spruch.

Einst erfuhr der junge Mann das er in die Armee einberufen wurde -weit, weit weg von dem Haus und ihr.
Am letzten Tag vor seiner Reise besuchte er sie ein letztes Mal. Wie jeden sonstigen Tag stellte er sich an das Tor und sah auf zu ihr. Er erhob seinen Arm und winkte.
Doch sie stand da und sah ihn mit den selben traurig leeren Augen an.
Der junge Mann verließ die Fassaden, die Fenster und verließ das Mädchen.
Sie stand da, sah ihm nach und schrieb:

"Ich hasse mein Leben
Ich hasse es, dass ich hier bin. Ich hasse die Stunde meiner Geburt und jede Stunde die ich hier verbringe.
Ich hasse jede Stunde die mich zurückhält und mir mein wahres Gefängnis zeigt.
Aber vor allem anderen liebe ich dich!"

© Dini

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