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Hinter dem Abgrund

 

A/N: Diese FF ist böse. Sie enthält Yaoi, Lime, real Charakter, Fußball (ganz schrecklich) und ist pwp. Und ja, das soll tatsächlich so sein. Wer das also nicht mag, sollte diese Fanfiktion nicht lesen. An allen wünsche ich viel Spaß. :D

 

„Ich bin Zuhause.“, murmelte er leise in sich hinein, presste sich tief in den Sitz und für einen Moment konnte er Italiens Luft schon wieder riechen. Der Druck auf den Ohren wurde mit der Landung wieder schmerzvoller.

Die Stewardess verkündete etwas auf Englisch, plapperte mit ihrem freudigen Lächeln den Passagieren zu. Sie freute sich anscheinend auch auf Italien.

Auf die Sonne und die Landschaft, das Meer und die Männer.

Na gut, auf die Männer freute er sich besonders, aber wer würde ein solch verlockendes Angebot abschlagen?

Vor allem wenn dieses Angebot braungebrannt, dunkelhaarig und mit einem Lächeln, dass einen in die Knie zwang, gesegnet war?

 

„We hope you will enjoy your trip and are pleased to see you again. Have a nice day!”

Er würde einen schönen Tag haben., dachte sich der Blonde und erwiderte im Vorbeigehen das Lächeln der Stewardess. Er klaute sich ein Bonbon beim Kapitän, als er die Schleuse erreichte und atmete tief durch.

 

Er war Zuhause.

 

Ein diebisches Grinsen schlich sich auf seine Züge und wie von der Tarantel gestochen, sprintete er los, in Vorfreude, wer vor dem Gate warten würde.

Hatte er das dunkelhaarige Angebot erwähnt?

Welches, das gerade nichts böses ahnend, von einem Fuß auf den anderen wippte und immer wieder nervös auf die Anzeigetafel schaute? Dieses Stirnrunzeln, das Lippenbeißen und der Gedanke, dass er schon längst hätte rauskommen müssen.

 

Schwarzmaler!, sagte er sich und mit einem breiten Grinsen schlich er sich an seine Beute an. Im Bruchteil einer Millisekunde hatte er sie geschnappt, die Hände vorsichtshalber vor die Augen gelegt und knurrte böswillig.

 

„Andriy!“

OK, OK, jedes noch so perfekt inszenierte Knurren brachte nichts, wenn das Opfer eh nichts vor seinem Angreifer zu befürchten hatte. Also ließ sich der Ältere wieder hinabsinken, zog die Hände zurück, nur um sie dann den Braunhaarigen, der ihm soeben um den Hals gefallen war, wieder umzulegen.

„Mein Gott, Andriy, was hab ich mir für Sorgen gemacht. Ich hab schon gedacht, das Flugzeug sei abgestürzt...“, plapperte jener gleich drauflos, allerdings war die Antwort eine sanfte Kopfnuss.

„Dummerchen, wenn das Flugzeug abgestürzt wäre, wäre doch vor mir sicher kein anderer Passagier rausgekommen, oder?“

Andriy lachte leise, drückte den Jüngeren in der Umarmung fester an sich.

„Ja, weiß ich, aber vielleicht... ich wusste ja nicht ob du wirklich kommst und da...“

Wieder bekam der Jüngere eine Kopfnuss verpasst.

„Ich hab gesagt ich komme, also komme ich auch. Auch wenn dieses kommen extrem zweideutig ist, aber das hat dich ja noch nie gestört, oder Ricky?“, grinste Andriy und wuschelte durch die braune Mähne des Brasilianers. Jener knuffte ihn in die Seite, löste sich dann und sah den Größeren an.

„Du bist so pervers.“, und mit diesem Satz drehte er sich um, „Los, lass uns deine Sachen holen.“

Und mit dem verschränkten Armen auf den Rücken ging Ricardo in Richtung Gepäckhalle.

Andriys Kopf knickte unwillkürlich zur Seite und er musterte den frechen, kleinen Po der von einer Seite auf die andere wippte.

 

Er war wieder Zuhause.

 

Mit schnellen Schritten holte Andriy wieder zu dem Brasilianer auf, ging an seiner Seite weiter.

„Was hast du zu deiner Frau gesagt?“

Und bei dieser Frage wurde Ricardo wieder schweigsamer, senkte den Blick leicht. Er wusste ja, dass sie schon immer ein großer Spalt zwischen ihnen war. Denn sie war schlau und konnte eins und eins kombinieren. Früher oder später würde sie wissen, was Ricky immer ta...

 

„Ich hab es ihr erzählt.“

 

Rumms!

Abrupt blieb Andriy stehen, ließ die kleine Tasche fallen.

Mit geweiteten Augen starrte er Kakás Rückansicht an.

 

„Du hast was?“

Langsam bewegten sich die Beine des Ukrainer wieder und die Tasche hinter sich herschleifend, holte er zu Ricky auf.

„Aber... Ricardo! Ich hab meiner Frau erzählt ich bin auf Kur für drei Tage und du sagst deiner einfach, dass du dich mit mir triffst, weil wir in wirkli…”

„Ja, hab ich, Andriy.“

Und ein ernster Blick folgte, die dunkeln Augen blieben kurz an Andriy haften.

„Aber wieso? Heißt das wir...?“, versuchte jener zu antworten, sah hilfesuchend zu Ricky, aber der Brasilianer ignorierte ihn, ging weiter.

„Ich erklär es dir im Hotel, hier ist nicht der Ort zum reden. Lass uns deine Tasche holen.“

Brummend folgte Andriy ihm.

 

~*~

 

Das Auto passierte den Piazza Duomo, brachte die beiden Männer näher ihrem Hotel.

Still schweigend hatte sogar Andriy hingenommen, dass Ricky nichts sagen würde, bis die Hotelzimmertür hinter ihnen verschlossen wäre.

Und bei dem Gedanke, was man hinter verschlossenen Hotelzimmertüren noch so alles machen konnte, war sich Andriy auch gar nicht mehr so sicher, ob Ricardo dann noch sprechen könnte.

Hehe. Mit einem Grinsen musterte er den Brasilianer.

Na gut, vielleicht sollte er sich erst etwas zusammenreißen, schließlich hing davon der weitere Verlauf dieses Kurzurlaubs ab!

Und mit stolz geschwellter Brust und ernstem Gesichtsausdruck schleppte Sheva die Taschen in den Fahrstuhl, der die Beiden in die Suite brachte.

 

Kaum war die Tür ins Schloss gefallen, brannte es Andriy auf der Zunge. Mit geballten Fäusten drehte er sich zu Kaká, verbiss sich jegliche Emotion. „Also was ist jetzt?“, fuhr er ihn doch etwas zu grob an.

Sein Gegenüber mustere ihn kurz, neigte den Kopf, als würde ein sanfter Wind aufkommen. Langsam hoben sich seine Mundwinkel und das kleine, entzückte Lächeln schlich sich auf seine Züge. Dieses kleine Lächeln, dass ihm einfach niemand nehmen konnte. Dieses kleine Lächeln, so bittersüß, dass Andriy niemals anders gekonnt hatte, als es schmecken zu wollen.

 

„Ich freu’ mich, dass du wieder da bist, Andriy.“

Und schon war er dem Älteren um den Hals gefallen, taumelte mit ihm zurück über das Sofa und landete Kopfüber mit Sheva im Arm auf dem Polster.

Einen kurzen Moment herrschte Stille, nur das schwere Atem Ricardos drang an Andriys Ohr und die leise, ach so vertraute, Stimme flüsterte ihm zu, dass er ihn vermisst hatte.

 

Ich habe dich so schrecklich vermisst.“

 

Fest zog Sheva die Arme um den Jüngeren, drückte den braunen Schopf an seine Schulter und genoss diesen zeitlosen Moment.

Um diese Illusion von trauter Zweisamkeit aufrecht zu erhalten.

Er hätte alles dafür gegeben.

Denn Ricardo wusste gar nicht, wie sehr Andriy ihn vermisst hatte.

 

Einen ewigen Moment und doch nur Augenblicke lang, lagen sie so und kurz wippte Sheva mit den Füßen, die weiterhin über der Lehne hingen.

„Du wolltest mir erzählen, was du ihr gesagt hast, Ricky.“, flüsterte er dann leise, strich mit den Fingern durch das dunkle Haar, die Wange hinab zum Kinn, um ihn sanft hoch zudrücken und zu zwingen, ihn anzusehen.

Ricardos Lächeln wich seinem Platz kein Stück und in einem kurzen Augenblick hatte er sich vorgelehnt und die noch so unnahbar wirkenden Lippen, auf die Andriys gelegt. Seufzend verlangte dieser nach mehr, aber mit einem flüchtigen Hauch hatte sich Ricardo auch schon wieder gelöst.

„Sie hat es gewusst. Die ganze Zeit, Andriy. Sie hat es immer gewusst, hat sie gesagt. An unseren Blicken hat man es uns ansehen können, meinte sie.“, murmelte er leise, das Lächeln wandelte sich in einen unfassbaren Gesichtsausdruck. Seine innere Verzweiflung sah man nur in den dunkeln Augen, ehe er sich wieder an die warme Schulter des Größeren drückte.

„Ich konnte es nicht mehr geheim halten. Ich musste es ihr sagen, verzeih mir, ich konnte nicht anders. Ihr Blick war so... als hätte sie es gewusst, Andriy. Ach, was heißt, als hätte, sie hat. Sie hat es gewusst.“

Seufzend drückte sich Ricky an die warme Haut Shevas, atmete tief ein bevor er weitersprach: „Ich habe lang mit ihr geredet und für sie ist es OK. Sie weiß, dass ich euch beide liebe, auch wenn sie nie eine Chance hätte, doch... sie weiß auch, dass das mit uns keine Zukunft hat.“

 

Brummen drückte Andriy den Jüngeren an sich, vergrub Nase und Mund in seinem Haar und nuschelte ein: „Schwarzmaler.“

Doch es war nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Er wusste ja, dass Ricardos Frau Recht hatte.

Sie hatten keine Chance.

Dennoch war der Gedanke an eine heile Welt, das heilsamste, was es für die Beiden gab. 

 

Es war das einzigste, was sie nicht zum verzweifeln brachte.

 

„Und du hast erzählt du geht’s zur Kur?“, fragte Kaká aus dem Thema gegriffen und rappelte sich langsam auf, kniete sich auf das Sofa.

Sheva nickte brummend, sah zu dem Jüngeren auf und rollte sich herum, sodass er seinen Kopf auf die Oberschenkel des Jüngeren betten konnte. Mit einem Geräusch das einem Schnurren nah kam, schmiegte er die Wange an den Stoff der Hose.

„Aber lass uns bitte von was anderem reden.“, brummte er leise und schloss beide Augen.

 

Nein, er hasste seine Frau nicht.

Er mochte sie nur nicht sonderlich. Dass sie ein absolutes Giftweib war und fast täglich ihre herrische Art raushängen ließ, ja, damit ließ sich leben. Er hatte sie ja nicht einmal freiwillig geheiratet, aber für die Propaganda hatte er das auch getan. Dass dieses Biest sich allerdings partout nicht aus seinen privaten Angelegenheiten rauslassen konnte... ja, wieso hieß es denn privat?

 

Brummend öffnete er ein Auge und sah Ricardo an, spitzte dann die Lippen und schnappte nach Luft wie ein Fisch.

„Und außerdem hab ich noch gar kein Begrüßungsküsschen bekommen.“, nuschelte er und hob den Kopf ein kleines Stück, Ricky entgegen. Der schaute ihn nur an, tippte mit einem Finger an seine Stirn und lächelte entzückt.

„Hast du denn eines verdient?“, erwiderte er mit amüsiertem Unterton und neigte den Kopf frech. Sheva, der natürlich nicht auf seine Belohnung verzichten wollte, drehte sich um und stemmte sich auf alle Vier, reckte dem Dunkelhaarigen den Kopf entgegen.

„Und wie ich das verdient habe. Küsschen her!“, grinste er und beugte sich dabei mehr vor.

Ricky allerdings neigte ihm einzig und allein die, zwar auch sehr verlockende, aber diesmal nicht gewollte, Wange hin, musterte ihn aus den Augenwinkeln skeptisch.

„Jetzt guck nicht so, als hättest du ein Stäbchen verschluckt, Küsschen her!“, protestierte Andriy, verzog den Fischmund zu einer Schmollschnute und stupste Ricardos Wange mit der Nase an.

„Das heißt nicht Stäbchen, sonder Stock und so guck ich schon lange nicht!“

Und die heißgeliebten Lippen entfernten sich immer mehr und die, plötzlich so unrosig und kalt wirkende, Wange war das einzigste, an was sich Andriy halten konnte. Aber er schmollte nicht, nein, lieber gab er jener ein Küsschen und wisperte dagegen: „Ich wollte ihn ja nicht gleich als Stock bezeichnen, aber wenn du das sagst, muss es ja stimmen.“

Und als Sheva ein empörten Ton hörte und das leise Schnappen nach Luft, wusste er, dass er den Jüngeren genau da hatte, wo er ihn haben wollte, denn wie ein Raubtier auf der Lauer, haschte er nach Rickys Lippen, kaum, dass der sich rumgedreht hatte um den Größeren zu belehren.

 

Seufzend gab er allerdings nach, ließ den Kuss zu und konnte beim besten Willen nicht verleugnen, dass er das vermisst hatte.

Dass er ihn vermisst hatte.

Die Arme umeinander geschlungen, lehnte sich der Ukrainer gegen Ricardo und drückte ihn langsam aber sicher auf das Polster, stemmte beide Arme neben ihm ab. Nur kurz hatte er die Lippen über denen des Anderen tanzen lassen, dann ließ er den Kuss herrischer werden, besitzergreifend.

Das Gewicht lehnte er auf Ricardo, ergriff die Hände mit seinen und drückte sich gegen ihn, seufzte in den Kuss und ließ erst bei akutem Luftmangel von seinen Lippen. Der schon erhitze Atem streifte die Wangen des Jüngeren, besiegelte den Weg der Küsse und der Zunge.

Der empfindlichen Haut am Hals Ricardos, ließ Andriy besonders viel Aufmerksamkeit zukommen, reizte und neckte sie solang, bis er das Zucken in Rickys Körper fühlen konnte, die nervös bebende Brust und das verhaltene Seufzen.

Schnell hatte er die Hände unter Ricardos T-Shirt geschoben und machte sich drauf und dran den schönen Bauch zu entblößen, was mit einer Gänsehaut und einem empörten Seufzen quittiert wurde.

„Andriy... du kannst doch nicht...“, hörte er Rickys vernebelte Stimme, die stark mit sich selber rang. Die Hände krallte der Brasilianer in den blonden Haarschopf, versuchte ihn vom Hals abzubringen.

„Andriy, nicht... du bist doch grad erst angekommen.“, seufzte Ricardo, als die Zunge weiterhin die Haut schmeckte und befeuchtete. Den Bauch wand er unter den Händen hin und her, bog den Rücken dabei etwas mehr durch.

„Gerade deswegen, Liebes.“, war die einzigste Antwort, die er bekam. Brummend versuchte Sheva wieder den Hals zu erreichen, der sich aber unter ihm wegwand.

„Du bist verschwitzt... vom Flug.“, wehrte sich der Kleinere vehement, stemmte die Hände gegen die Brust des Ukrainers. Ächzend ließ dieser die Lippen und die Hände von Ricky, stemmte sich neben ihm ab und sah ihn an.

„Wieso bist du so bockig?“, brummte er, piekte in die, immer noch entblößte, Seite des Jüngeren, die dieser daraufhin schnell bedeckte und versuchte sich wieder etwas herzurichten.

„Du solltest duschen... und es ist schon spät und ich bin müde.“, murmelte Ricardo, sah ausweichend zur Seite und vermied es, sich auf die Unterlippe zu beißen. Die Hände kratzen nervös am Polster.

Seufzend und auch leise schnaufend nickte Sheva, gab dem kleineren einen flüchtigen Kuss auf die Wange und erhob sich. Ohne noch ein weiteres Wort ging er in das Bad.

Das Schloss klackte leise, als er abschloss.

 

~*~

 

Mit noch nassen Haaren und gut duftend, begab Andriy sich in das Schlafzimmer. Kaká saß auf dem Bett, ein Buch auf den Beinen und versunken in seiner Traumwelt.

„Du kannst ins Bad, Liebes.“, erweckte Andriy ihn liebevoll, kroch auf der Nebenseite ins Bett. Ricardo sah auf, nahm sich das Lesezeichen und legte es in die Seite. Das zusammengeklappte Buch wanderte auf den Nachttisch.

„Tut mir Leid.“, nuschelte der Jüngere leise, beugte sich kurz hinüber und gab Sheva einen federleichten Kuss auf den Mund, dann stand er auf und ging aus der Tür.

Der Ältere sah ihm stumm nach.

 

Da war nichts zu entschuldigen., dachte er sich. Er war es, der Ricky einst verführt hatte, er war es, der ihn dazu brachte, seiner Frau fremdzugehen. Niemand sonst. Er musste sich nicht entschuldigen, wenn zwar die Liebe da war, aber zum Sex die Überwindung fehlte.

Nein, er musste sich nicht entschuldigen.

 

Als die Tür ins Schloss fiel, breitete sich ein diebisches Lächeln auf Andriys Zügen aus. Mit zwei großen Schritten hastete er zu seiner Tasche, nahm ein paar Utensilien heraus und verstaute sie in der Schublade seines Nachttisches.

 

Vorbeugen war schließlich besser als auf die Schuhe kotzen und bei einem launischem Ricky wusste man ja nie.

Und nicht zu letzt hatte Sheva viel zu oft auf sein wohlverdientes Vergnügen verzichten müssen, weil sein Ricky nicht so ganz auf Schmerzen stand.

Schade, aber verständlich. Also musste er auf alles gefasst sein, selbst wenn das für den Moment wohl etwas dreist erschien.

Er war doch auch nur ein Mann!

 

Leicht grinsend rollte er sich auf seine Seite, löschte die Nachttischlampe und lauschte auf die leisen Schritte. Nackte Füße, die über den Teppich schlurften und das Klacken der Tür, wenn die Klinke hochschnappte. Die dünne Decke raschelte und das Knipsen verriet Andriy, dass Ricardo auch seine Tischlampe ausgemacht hatte.

Kein Arm um seine Brust? Keinen Gutenachtkuss? Nicht mal ein nettes Wort?

Menno!

Brummend robbte Sheva über die heilige und magische Betttrennung, oder wie er es gern nannte, die verfluchte Ritze zwischen den Matratzen, in der morgendlich seine Schlafanzughose hängen blieb. Schnuffelnd, wie ein Hund, sog er sich an Kakás T-Shirt fest, schlang beide Arme um den flachen Bauch vor sich und drückte den Jüngeren fest an seine Brust. Hauchzarte Küsschen gab er dem freigelegten Nacken und schloss dann zufrieden seine Augen, als der Kleinere keine Anstalten machte sich zu lösen.

„Schlaf gut, Liebes.“, nuschelte er an die warme Haut und ließ die Fingerkuppen über den Handrücken von Ricardo streichen.

„Träum schön, Andriy.“, seufzte der Brasilianer und der sanfte Atem, der seine Nackenhärchen zum stehen brachte, zeigte ihm, dass sein Hintermann bereits schlief.

Morgen hätten sie genug Zeit.

 

~*~

 

Vehement wehrten sich Ricardos Augenlider vor dem Aufwachen, denn selbst bei einem nur kleinen Blinzeln sickerten die viel zu hellen Sonnenstrahlen zu ihm durch. Brummend vergrub er den Kopf in das Kissen vor sich, dass an diesem Morgen anders roch.

Doch wie er langsam und bei wachsendem Bewusstsein feststellte, war das nicht das einzigst andere hier.

Da waren einmal die feinen Härchen in seinem Nacken, die ihn kitzelten, ein sanfter Atem am Ohr und warme Hände um seinen Bauch.

 

Mit einem zufriedenen Lächeln wurde ihm langsam klar, wer hier so nah an ihn gekuschelt lag. Tief einatmend wand er den Kopf langsam herum, um seinen Nebenmann zu wecken, als er bemerkte, dass noch etwas ganz gewaltig nicht stimmte.

Da war etwas Hartes, was sich gerade mit jeder Bewegung mehr zwischen seine Pobacken schob und eben jenes Harte erregte ihn gerade ungemein.

Sofort war der friedliche Gedanke von einem kuscheligen Morgen verdrängt und, sich auf die Lippe beißend, versuchte der jüngere Brasilianer Abstand zu gewinnen.

 

Wie würde denn das aussehen? Wenn er sich gegen Andriy reiben würde, keuchend und nach Sex bettelnd? So war er doch sonst nicht!

Doch jeder Versuch sich zu lösen war vergebens.

 

Obwohl Sheva schlief, hatten sich seine Hände so fest verharkt, dass der Jüngere nicht entkommen konnte. Ganz im Gegenteil sogar. Andriy zog ihn im Halbschlaf und seiner Wärmequelle fast beraubt, noch näher an sich, rieb dabei seine morgendliche Erregung gegen seine Poritze und ließ Ricardo leise aufwimmern.

Sich selbst im inneren Zweikampf gegenüberstehend krallte sich dieser in das Bettlaken. Er versuchte weiterhin wenigstens etwas Abstand zu gewinnen, doch je heftiger er zu entkommen versuchte, desto süßer erschien ihn die Verlockung, die von dieser Härte ausging. Wenn er den Po nur etwas herausstreckte, kamen die Gefühle wieder, die er solang hatte unterdrücken müssen. Die Erinnerung schwappte wieder hoch, an Andriys Küsse und seine Berührungen. Das Feuer, dass er solange hat schüren müssen, bis Ricardo ihm gänzlich darin verfallen war. Ohja, selbst wenn er es nie zugegeben hatte, er hatte diese Zeit mehr als genossen.

 

Seufzend winkelte er die Beine etwas an, presste die Augenlider fest aufeinander, da das plötzliche Gefühl, dass ihm sowohl Pein als auch Erlösung versprach, zunahm.

Der Mund öffnete sich automatisch, ließ aber kein Geräusch entweichen außer ein kehliges, leises Wimmern, als Ricardo die Hände langsam in die eigene Schlafhose wandern ließ. Die Hände legten sich um seinen halberigierten Schaft und entlockten ihn so ein erstes, verhaltenes Seufzen. Der Hosenstoff schob sich etwas tiefer und Ricky spürte nun umso deutlicher wie Andriys Erregung an seinen Pobacken pulsierte.

 

Die Finger massierten seine Eichel, ließen ihn aufjammern und Tränen in die Augen steigen. Erschrocken über seine eigenen Taten trieb ihn das Gefühl nur zu mehr an. Sein Atem bebte und die Muskeln zuckten vor innerer Anspannung. Er konnte das Feuer schon wieder fühlen, wie es züngelnd nach ihm griff und ihn unter der noch alles verbergenden Bettdecke schwitzen ließen.

Heiß, es war so unglaublich heiß in ihm und dieses unerträgliche Gefühl schien nicht verebben zu wollen. Seine Lippen schienen auszutrocknen, zitternd und flehend kam ein Seufzen über sie.

Er wusste, dass sein Körper ihm längst nicht mehr gehorchte, er nicht mehr Herr über seine Gedanken werden könnte und so trieb es in enger an Andriy, rieb den Po an seine Becken und winselte zwischen den Zähnen gequält auf.

Er würde ihn wecken. Er würde ihn so sehen. Er würde sehen, was er verbotenes trieb, wenn er schlief., geisterte es durch Rickys Kopf, aber hinter all dem setzte er ein großes ‚Egal’.

Er brauchte es, er brauchte ihn, er wollte ihn und zwar jetzt und nur jetzt!

 

Als ob man sein Gebet erhört hätte, spürte er, wie der sanfte Atem hinter ihm dünner wurde. Sanfte Lippen streiften seinen Hals, unschuldig und nichts böses ahnend, schmiegte sich Andriy näher an Ricardo, rieb seine Erregung an den Jüngeren, als er sich dehnte und gähnend an ihn rutschte.

Ricky konnte nicht anders und ein leises Stöhnen verließ seine Kehle. Er drückte sich ruckartig fester an den harten Schaft zwischen seinen Pobacken, brachte sich dabei mit den Händen quälend näher zu seinem Höhepunkt. Das glühende Gesicht wand er so gut es ging von Andriy weg, versuchte jegliches Geräusch, das Zittern und das Beben zu unterdrücken. Verzweifelt kamen Stoßgebete über seine Lippen, ein leises Flehen, dass man ihn doch endlich erlösen sollte.

 

Mit einem Kuss brachte Andriy ihn zum schweigen.

Und sie schienen so heiß, dass sie Ricardos Haut zu verbrannten und zitternd verlangten die Lippen nach mehr. Eine Hand schob sich in Rickys Schoß, unterstütze die fast schon vergessene Bewegung.

„Nicht aufhören... Liebes.“, seufzte der Ältere an die Wange Ricardos, drückte ihn mit der anderen Hand fester an sich um die Berührung nicht versiegen zu lassen.

 

Andriy hatte selber nicht damit gerechnet, direkt nach dem Aufwachen von etwas so angenehmen geweckt zu werden, doch umso freudiger reagierte sein Körper. Er konnte nicht leugnen, dass er seit er in England lebte, diese so verboten wirkende Nähe mit Ricky vermisst hatte. Es war ein Spiel, ein Katz und Maus Spiel und er liebte es den kleinen Brasilianer immer wieder aufs neue zu überraschen. Die zarte Stimme zum beben zu bringen und zu wissen, dass dieser schmale Leib sich unter keinem anderen so winden würde.

Doch mittlerweile wusste er auch, wenn Ricky nur die Gelegenheit hätte, würde er zur Vernunft kommen.

 

Umständlich fischte Sheva nach hinten in den Nachtschrank und holte die vorsorglich hingelegte Tube aus der Schublade. Er erwärmte das kühle Gel kurz, ehe er die Finger tanzend über Ricardos Seite schob.

Der Jüngere verbrannte unter der Berührung, zuckte wenn die Finger kaum merklich die Haut streiften, aber dennoch so fest, dass er wohl wusste, dass sie da waren.

Natürlich ließ sich Sheva viel Zeit, lockte den Jüngeren um zu sehen und zu hören, wie er nach mehr verlangte. Ja, dieses Spiel machte ihn gierig und wahnsinnig zugleich.

Die Finger tänzelten über die weiche Haut am Hintern, ließ keine Nerven aus um Ricky deutlich zu machen, dass er ihn auch mit den Fingern zum Verzweifeln bringen konnte. Er hätte es auch gern getan, sehr gern sogar, doch der eigene innere Trieb zur Befriedigung stellte alles in den Schatten.

Die Genugtuung lockte, als Ricardo dieses überwältigende Gefühl zweier Finger in sich spürte, die ihn weiteten und neckten und vor allem so viel mehr Versprachen, als seine Erinnerung preis gab.

Da war es! Das Feuer. Es ergriff ihn, zerrte ihn in seinen Tanz von niemals enden wollender Lust und Begierde auf den Körper hinter sich.

 

Das leichte Zittern Kakás, das hohle Seufzen und das lechzen seiner Muskeln war unabstreitbar. Die Erregung schien ihn zu überrumpeln und niederzudrücken.

Er war nicht mehr in der Lage zu sprechen, beherrschte sich nicht nach mehr schreien zu wollen und zu laut zu stöhnen. Doch auch ohne diese Geräusche wusste Andriy, was Ricardo wollte.

Was sie beide wollten.

Jetzt!

Und mit geschickten Fingern hatte er weiteres Gel auf seiner Erregung verteilt, schob die wieder freie Hand den Po hinab unter Rickys Schenkel und hob sein oberes Bein. Bereitwillig schlang der Brasilianer es um Andriys, dass sich dazwischen gedrängt hatte.

 

Eine erneute Welle der Erregung durchströmte Ricardos Körper, als er die nun endlich nackte, heiße Eichel an seiner Rosette spüren konnte. Bilder überströmten ihn, brodelten erneut auf und in begehrender Erwartung zitterte sein Körper für mehr.

Ehe Andriy hätte fragen können, ob der Jüngere bereit war, hatte der sich fest an ihn gedrängt, den Abgrund überquert und ließ die Härte in sich gleiten.

Die Enge und die Hitze überraschten Andriy, überwältigten ihn völlig und in innerer Beherrschung kämpfte er mit dem Gedanke nicht sofort loszustoßen. Dieses Gefühl! Wie hatte er nur jemals darauf verzichten können? Sofort war er gefesselt und rang, sich selbst treu zu bleiben und nicht Ricardo alles zu überlassen,

Der Brasilianer der willig in seinen Armen lag hatte jegliche Beherrschung verloren, biss sich schmerzend auf die Unterlippe und spannte vor der Flut dieses Gefühl alle Muskeln an.

Zärtliche Finger kitzelten leise Seufzer aus ihm, quälten die sensiblen Brustwarzen um noch mehr Gefühl hervor zu bringen. Als Sheva Rickys Gesicht abtastete, begannen die Lippen die Finger zu schmecken und stoßweiße brach der Atem dagegen.

 

Ricardo verbiss sich fest in Andriys Hand, als er die ersten, noch schwachen Stöße spürte. Das Gefühl, dass Andriy ihn leer und allein zurücklassen könnte, zeriss ihn fast und umso verlockender war der heftige Stoß, der ihn wieder ausfüllte. Bereitwillig drängte der Jüngere sich an Andriy und als dieser seine Hände auch von der eigenen Berührung befreiten, suchten sie sich einen weg nach hinten. Sie überglitten den verschwitzen Rücken, krallten sich im Po fest und drängten den Ukrainer fester zu stoßen.

Angetrieben von diesem Gefühl, von der verlockenden Enge und den bittersüßen Schmerzen gurrte Sheva auf, drängte sich an den bebenden Po des Jüngeren.

Und Rickys Körper gehorchte bereitwillig, wand sich unter den Erschütterungen und den zarten Streicheleinheiten an der eigenen Erregung. Keuchend verbiss sich der Brasilianer in der Hand Shevas, die Fingernägel krallten sich fest in den muskulösen Hintern. Als Ricardo aufstöhnte spürte der Größere deutlich den heißen Atem an seiner schmerzenden Haut, die feuchte Zunge, die auch für andere, wunderbare Schandtaten herhielt.

Der Kleinere drückte sich erneut tief in Shevas Schoß, keuchte und flehte seufzend um Erlösung. Seine Glieder zitterten ungemein und sein Blut rauschte wie in Todesangst durch seinen Körper. Die Fingernägel zogen lange Striemen über die empfindliche Haut an Andriys Hintern, als seine Stöße schneller wurden und die Intensität wuchs.

 

Er verbrannte. In diesem Moment verbrannte er. Die Woge der Unbarmherzigkeit riss ihn mit sich und die Beine krampften stark um die Andriys. Im Tanz des Feuers stöhnte er erneut, Regeln und Anstand wurde dabei über Board geworfen und nur ein Ziel blieb vor seinen Augen.

Er bettelte, er flehte, dass Andriy ihn erhören würde.

Und er erbarmte sich keuchend und mit einem weiterem tiefen Stoß brachte er Ricardo schreiend zum Höhepunkt.

Die plötzliche Kontraktion der Muskeln ließ ihn noch einmal heftiger stoßen. Jedes Geräusch schien intensiver, Farben bunter, der Geruch süßer und Ricky so verlockend eng...

Besitzergreifend krallte sich Andriy in Ricardos Hüfte und mit dem letzten tiefen Stoß erlangte er seinen Höhepunkt schwer keuchend.

 

Seufzend ließ sich Ricardo an die muskulöse Brust hinter sich sinken, atmete tief ein und versuchte den Atem dann langsam unter Kontrolle zu bekommen. Andriy kuschelte das Gesicht an den verschwitzen Nacken des Jüngeren. Dieser wand sich daraufhin um und verlangte nun was während des Sex’ viel zu kurz gekommen war: Kuscheln.

Für Ricky stand eines fest: Sex und Liebe gehören zusammen, also musste er nun nach dem ersteren vor allem sich selbst beweißen, dass da eben mehr war als körperlicher Trieb.

 

Die beiden Arme um den Größeren gelegt rutschte er ran und überhäufte ihn mit zarten Küssen. Andriy war dieser Moment meistens noch wichtiger als der Sex überhaupt, da er Rickys Nähe in diesen Augenblicken richtig genießen konnte. Der Ukrainer schloss die Augen und gurrte zufrieden, als sein Gesicht von liebevollen Küssen bedeckt wurde. Die nackten Beine schlang Kaká fest um den Leib Andriys und seufzte zufrieden, als dieser die schmalen Hüften streichelte.

Mit den Zähnen zupfte Ricardo an den Lippen des Größeren und bat um Küsse, doch die Müdigkeit schlich sich ein und so konnte der Brasilianer nichts weiter tun als ihn und schließlich sich selbst sanft in den Schlaf zu schicken.

 

~*~

 

Mit ebenso sanften Lippen wurde der Jüngere auch wieder geweckt. Ganz zärtlich liebkosten sie seine Schulterblätter, flüsterten leise Worte an sein Ohr, bis sich Ricardo seufzend umdrehte. Mit einem Lächeln und einem weiteren liebevollen Kuss erweckte Andriy dessen Lebensgeister.

„Komm, Liebes. Ich hab uns Frühstück bringen lassen.“, flüsterte er noch rau vom Schlaf und rollte sich zur Seite. Das silberne Tablett stellte er auf das eigens dafür gebrachte Tischchen.

„Danke.“, murmelte Ricky gähnend, streckte sich leicht bevor er näher an Andriy rutschte. Das Croissant bedeckte er mit Marmelade bevor er darauf rumkaute, sicht mit einer morgendliche Dosis Koffein ganz aus dem Delirium holte und dann -den runden und gesättigten Bauch tapsend- an Andriy wand: „Hattest du eigentlich etwas geplant, was wir heute tun wollen?“

Brummend schlang der Ukrainer seinen Arm um den Kleineren und drückte ihn an seine Schulter. Die Nase vergrub er in dem braunen Wirrwarr und als würde sich Haupt- mit Nasenhaar beraten, antwortete er nach einer halben Ewigkeit: „Ich dachte wir bleiben im Bett und treiben unanständige Sachen?“

 

Haha.

Kakás Gesichtszüge entgleißten und fast automatisch zwickte er den Älteren in die Seite.

„Da bist du schon mal wieder hier und hast nichts besseres vor als den ganzen Tag im Bett zu liegen?“, brummte er zur Antwort.

„Vergiss die unzüchtigen Dinge nicht!“, fügte Sheva hinzu und erntete einen weiteren Piekser in die Hüfte. Grinsend zog er den Jüngeren dichter an sich und schnuffelte in sein Haar.

„Oder ist dir die Dusche lieber? Wir müssen dich eh noch sauber machen, Liebes...“

Und diesmal hagelte es eine satte Kopfnuss, gefolgt von einem Brummen der den Rest quittierte. Wegrutschend und Arme verschränkend meinte der Brasilianer: „Tzz! Dusche hatten wir ja wohl zu genüge.“

Und mit einem leicht diebischen Grinsen nickte Sheva, tippte sich an die Lippen und murmelte in sich hinein: „Ohja, nach den Spielen... voll mit Testosteron und Adrenalin und dann dein nackter Hintern, der sich unter der Dusche räkelt...“

Und schon hatte er ein Kissen im Gesicht, dass ihm zum schweigen brachte. Als es hinab plumpste sah er einen erzürnten und vielleicht doch nur peinlich berührten Ricky.

„Wir wollen nicht ins Detail gehen!“, brummte der Jüngere und schlang sich die Decke um den Bauch. Mit einem Satz stand er auf und wuselte noch ehe Andriy reagieren konnte zur Tür.

„Und ich geh jetzt duschen. Überleg dir solang was wir danach machen.“, schnaubte er und warf die Tür hinter sich ins Schloss.

 

~*~

 

Seit geschlagenen zwei Stunden dümpelte das kleine Boot nun schon auf dem See umher, während die Insassen schaukelnd und lachend sich gegenseitig fütterten. Es war still geworden und mit Wein im Blut, die beiden auch kuscheliger.

Lächelnd steckte Ricardo Andriy eine Traube in den Mund und ließ sich dann wieder an seine Schulter sinken.

„Gute Idee.“, nuschelte er leise und ließ sich in die Arme ziehen. Der warme Körper des anderen ließ ihn erschaudern.

„Ich wusste, dass es dir gefallen würde.“, seufzte Andriy zur Antwort und vergrub das Gesicht im Haar Kakás. Mit zarte Küssen bedeckte er seine Wange.

„Andriy, ich will nicht, dass du wieder gehst.“, flüsterte der Jüngere auf einmal zusammenhangslos. Das Gesicht drückte er enger an den Älteren, klammerte sich an den Stoff seines T-Shirts.

„Ich will auch nicht gehen, Liebes.“

 

Aber er musste.

 

Der Wind wehte kälter, die Nacht kroch herbei und mit jeder Minute die verstrich, wussten beide, dass ihnen weniger Zeit blieb.

Und jede Minute die verstrich, zeigte, dass keine Illusion ewig währen kann.

Und jede Minute die verstrich, brachte ihnen den Alltagstrott näher. Gefangen in einem Netz aus Lüge und Heuchelei.

 

Manchmal, da bekamen die tiefsten Gefühle keine Chance.

Umso wichtiger war es, sie sich einander zu zeigen.

Egal, auf welchem Wege.

 

~*~

 

Erschrocken aufkeuchend presste Ricardo sich in den Autositz, die Hände von Andriy festgehalten und die frechen Lippen mit Küssen zum schweigen gebracht. Der Unterleib des Älteren, welcher vor ihm kniete, zwang sich energisch zwischen Rickys Beine.

Keuchend wich er ihm wieder aus, um ihn zappeln zu lassen und sich doch wieder näher zu drängen. Er bog den Rücken durch, streifte beide Oberkörper aneinander und seufzte genießend in den Kuss, verbiss sich in Shevas Unterlippe.

Der Größere zwang Ricardo nieder, lehnte sich mit dem Gewicht auf ihn und keuchte rau, als er Becken an Becken rieb.

 

Die Hitze in seiner Hose stieg erheblich und dass sie gerade verbotene Spiele in Rickys Auto, auf einem öffentlichen Parkplatz trieben, trug nur mehr dazu bei.

Und er kontrollierte den Kleineren, packte seine Hüfte und hob sie an, um das sanfte Reiben nicht abebben zu lassen. Keuchend stieß er zu, als würde er ihn durch die Hosen hindurch ausfüllen wollen. Mit jedem Mal rutschte Ricardos T-Shirt höher, entblößte mehr vom schmalen Leib; Den Schönen Bauch, der vor Erregung zitterte und die Brustwarzen, die geradezu frech unter dem Shirt hervorblitzen.

Und Sheva schien sich nicht anmuten, sich zurückzuhalten, küsste sie und neckte, um die  verlockenden Versuchung klar zu machen. Ricardos Körper bebte unter der Berührung, glühte und ließ ihn sich Dinge wünschen, die er bei Tag nicht einmal denken würde.

Zitternd schob er sich an Andriy, stöhnte auf, als er wieder fest auf den Sitz gepresst wurde und der Größere abermals stieß.

 

Tiefe, rote Striemen zogen sich über Shevas Rücken, endeten an seinem Steiß, wo Ricky sich wieder in seinen Hintern krallte. Er zog ihn näher an sich, fester und drückte dagegen um auf keinen Fall die Verbindung abbrechen zu lassen. Wild warf er den Kopf zurück, dabei jegliche Hemmung über Board und keuchte kehlig auf.

In ihrem Zweikampf rollten sie sich rum, sodass Ricky auf dem Größeren saß. Dieser packte ihn abermals an de Hüften und drückte ihn hinab, das eigene Becken hoch und presste dabei die Zähne aufeinander.

Keuchend schlug Ricky gegen die Autodecke, stemmte sich dagegen und so tiefer in Andriys Schoß. Dann wippte er mit dem Po auf und ab, stöhnte dumpf auf, bei der wiedergefundenen erregenden Reibung. Die Augen presste er aufeinander, Tränen sickerten aus den Augenwinkeln, die auf der verschwitzen Haut nur noch mehr brannten.

Ricardo wollte schreien, doch seine Kehle schien verschnürt und seine Lunge bald zu zerreißen. Seine Bauchdecke bebte, die Glieder zitterten und als er einen kurzen Blick auf Sheva warf, wusste er, dass er mehr als nur angemacht von dieser Position war.

Umso mehr Antrieb bekam der Brasilianer davon, stützte sich nun auf der nackten Brust vor sich ab und rieb die Becken in einem schnellen Takt.

 

Wahnsinnig vor Gier nach diesem Mann packte Andriy ihn am Hintern, drückte ihn an sich und massierte dabei die weiche Körperpartie. Ricky krallte sich in die Schultern des Älteren, gab seiner wachsenden Ungeduld einen Ausdruck.

Um das Gefühl zu verstärken schob Andriy eine Hand zwischen ihn und sich selbst und im Gegentakt rieb er die Ausbeulung. Seufzend und nach Luft japsend warf Ricardo den Kopf herum, drückte das Becken fester vor und lechzte nach den Berührungen.

Und die Lust mauerte beide ein, ließ die Küsse als Vorboten für den Gipfel aller Emotionen herhalten. Heiß und kalt fuhr es Sheva über den Rücken, als er den Kleineren sich auf ihm winden sah, ihm hingegeben und unkontrolliert. Das Becken des Kleineren zuckte bedrohlich, drängte sich in diesen Minuten nur noch stärker an die rettungsversprechende Hand.

Wenn er Hilfe haben wollte, ja dann sollte er sie bekommen. Und kaum dass Andriy etwas fester zufasste, stärker dagegen drückte, bemerkte er die einzigste Flutwelle einer Emotion die Ricardos Körper durchwanderte. Mit einem heftigen Vorzucken, einem kurzen Nachbeben und einem geschrieen „Andriy!“ auf den Lippen hatte er Ricky zum Höhepunkt gebracht.

Als dieser dann auf ihm einsank, das Gewicht auf ihm verlagerte warf auch Sheva die letzte Beherrschung über Bord. Das Becken hochgedrückt und dumpf keuchend, folgte er Ricardo.

 

Seufzend sanken sich Beide in die Arme, aneinander verschlungen und schwer keuchend. Die roten Gesichter glühten, dicke Luft war im Auto und die Scheiben beschlagen.

„Ich denke... wir sollten ins Hotel fahren... und unsere Hosen wechseln.“, seufzte Sheva an Rickys Ohr, biss zärtlich hinein und registrierte das langsame Nicken.

 

~*~

 

Andriy starrte seit einer Weile an die weiße Schlafzimmerdecke, die Augen hatten sich gerade erst an die Dunkelheit gewöhnt, da wurde es auch schon wieder heller. Die Sonne sickerte trüb durch die Gardinen und ließen den schlafenden Brasilianer in seinen Armen lieblicher erscheinen, als jemals zuvor.

Der Blick blieb hängen und als könnte er nur eine Einzelheit des filigranen Gesichts vergessen, studierte er es genau.

Doch er vergaß nicht. Er hatte nicht vergessen, nichts von all dem, was ihn selbst und diesen Mann verband.

Er würde es nie vergessen.

 

Mit dem Licht dass sich langsam im Raum ausbreitete, kehrte der Gedanke an den Abschied wieder, an Trennung, an all die Stunden die verloren wären.

Ohne ihn.

Wie hatte er sich nur jemals trennen können?

Wie hatte er das aushalten können?

 

Und Zweifel überkamen ihn, unausgesprochene Gedanken, alles aufzugeben für ihn.

Er wollte fliehen, weglaufen, aber ein leise gebrummtes „Guten Morgen“ holte ihn zurück zur Realität.

 

Er war doch bereist viel zu weit gegangen um umzukehren.

Nur ein Neuanfang könnte ihn retten.

 

Doch wann? Wo? Wie?

Mit welchem Mut? Hindernissen und Gefahren?

Mit welchem Preis?

Mit welchem Opfer?

 

Wie weit müsste er noch gehen?

 

~*~

 

Er stand da, die Koffer im Schlepptau und Ricardo an seiner Seite. Gedankenverloren starrte er auf die Anzeigetafel, sein Flug war in einer Stunde.

Er hatte noch genug Zeit zum einchecken, noch genug Zeit um letzte Worte zu sagen, Versprechen ab zu geben und sich zu verabschieden.

Obwohl er davon nichts wollte.

Er wollte nicht einchecken, keine letzten Worte sagen, etwas versprechen und am allerwenigsten wollte er sich verabschieden.

 

Und so starrte er weiter zur Anzeigetafel, seufzte schweren Herzens und sah zu Ricardo hinüber. Der Jüngere mied jeden Blick, biss sich nervös auf die Unterlippe und hatte beide Hände in den Hosentaschen vergraben.

 

Es wäre ein Abschied ohne gewisse Wiederkehr.

Ein Abschied ohne Kuss.

 

Nur eine flüchtige Umarmung, ein „Wir sehen uns“; Unterdrückte Gefühle.

Es wäre ein Abschied, wie er im Leben passiert.

Ein Abschied, wie er dennoch nicht sein sollte.

 

„Wie er nicht sein sollte.“, murmelte Andriy vor sich her, sah ein weiteres Mal zu Ricardo, der mit ihm in der Warteschlange zum einchecken stand.

„Er sollte nicht so sein!“, sagte er etwas lauter, erntete einen fragenden Blick vom Brasilianer. Noch ehe dieser etwas sagen konnte, hatte Andriy ihn an er Hand aus der Schlange gezogen, alle Taschen und Koffer fallen gelassen.

Rickys Hände in die eigenen gelegt, sah er ihn an. Mit zitternder Unterlippe und einer Kraus gezogenen Stirn.

 

„Wir gehen, Ricky, wir gehen weg.“, brummte er, schluckte alle Bedenken hinunter und zog den Kleineren dabei in die Arme.

Zaghaft erwiderte dieser die Umarmung: „Wohin, Andriy? Wohin willst du gehen?“

Und als der Ukrainer die Fingernägel in das T-Shirt Ricardos krallte, wusste er, dass der es ernst meinte. Fast schon im Flüsterton fuhr er fort: „Wir fahren aufs Land, nicht lang. Nur drei, vier Tage. Dahin wo uns niemand kennt, da wo wir sein können, wer wir sind. Nicht lang, Ricky. Nur... ein wenig länger, ein bisschen mehr Zeit.“

Ricardo musste lächeln, drückte den Kopf nur kurz etwas fester an die breite Schulter und löste sich dann.

„Das ist verrückt, Andriy. Meine Frau, du weißt doch...“, murmelte er, versuchte den scharfen Blicken des Größeren zu entkommen. Mit den Händen spielte er nervös an der Jacke, biss sich auf die Lippe ehe er fortfahren wollte, doch Andriy fiel ihm ins Wort: „Ja. Ja, du hast wohl Recht. Das ist... Utopie. Tut mir Leid.“

 

Egal, wie weit man geht, irgendwann, steht man vor einem Abgrund.

 

Gerade als er sich nach den Taschen bücken wollte, zückte Ricardo sein Handy. Schnell hatte er eine Nummer gewählt, woraufhin er nur einen fragenden Blick Seitens Shevas erntete.

Doch schnell wandelte sich seine Miene in ein Lächeln, als Ricky mit der Person am anderen Ende, die ersten Worte wechselte:

“Caroline, ich bleibe noch ein paar Tage weg...“

 

Egal, wie weit man geht, irgendwann, steht man vor einem Abgrund.

Und es kommt nur darauf an, wie man ihn überwindet.

 

~Ende~

© Dini

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